Weißwein
Aus hellen Trauben, meist gleich nach der Lese gepresst und ohne Schalen vergoren. Die Spanne reicht vom leichten, frischen Sommerwein bis zum kräftigen, lagerfähigen Lagenwein.
Vom Weingarten bis ins Glas: Rebsorten, Aromen, Weinbaugebiete, Qualitätsstufen und praktische Tipps zum Verkosten, Lagern und Servieren.
Wein entsteht, wenn Hefen den Zucker der Trauben zu Alkohol vergären. Was am Ende im Glas ist, entscheiden die Rebsorte, der Boden, das Wetter des Jahrgangs und die Arbeit im Keller – vor allem, wie lange der Saft mit den Schalen in Berührung bleibt.
Aus hellen Trauben, meist gleich nach der Lese gepresst und ohne Schalen vergoren. Die Spanne reicht vom leichten, frischen Sommerwein bis zum kräftigen, lagerfähigen Lagenwein.
Aus blauen Trauben, auf der Maische vergoren: Die Schalen geben Farbe, Aroma und Tannin (Gerbstoff) ab. Viele Rotweine reifen danach im Holzfass.
Aus blauen Trauben mit nur kurzem Schalenkontakt. Hell, frisch und fruchtig, meist jung getrunken. Eine steirische Besonderheit ist der Schilcher.
Eine zweite Gärung erzeugt die Kohlensäure – in der Flasche (traditionelle Methode) oder im Drucktank. Frizzante und Perlwein haben weniger Druck als Sekt.
Aus spät gelesenen, edelfaulen, getrockneten oder gefrorenen Trauben. Der hohe Zuckergehalt bleibt zum Teil unvergoren. Berühmt sind die Weine vom Neusiedler See.
Weißwein, der wie Rotwein auf den Schalen vergoren wird, bekommt eine orange Farbe und spürbaren Gerbstoff. „Naturwein“ ist kein geschützter Begriff; gemeint ist meist: wenig Eingriffe, wenig oder kein Schwefel.
Die Angabe am Etikett richtet sich nach dem Restzucker – dem Zucker, der nach der Gärung im Wein bleibt.
Wein: Die einfachste Stufe ohne engere Herkunft, früher „Tafelwein“.
Landwein: Aus einer der drei Weinbauregionen Weinland, Steirerland oder Bergland.
Qualitätswein: Aus einem Weinbaugebiet, aus zugelassenen Rebsorten, staatlich geprüft. Erkennbar an der rot-weiß-roten Banderole auf der Kapsel.
DAC: Districtus Austriae Controllatus: Qualitätswein, der für sein Gebiet typisch ist. Meist in drei Stufen – Gebietswein, Ortswein und Riedenwein (aus einer einzelnen Lage).
Prädikatswein: Nach dem Zuckergehalt der Trauben: Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Eiswein, Strohwein, Trockenbeerenauslese.
In Österreich sind rund 40 Rebsorten für Qualitätswein zugelassen. Etwa zwei Drittel der Rebfläche tragen weiße Sorten. Diese Sorten begegnen dir am häufigsten:
Österreichs wichtigste Sorte, auf rund einem Drittel der Rebfläche. Vom leichten Heurigenwein bis zum großen Lagenwein. Markenzeichen ist das „Pfefferl“.
Riecht und schmeckt nach: grüner Apfel, Birne, Zitrus, weißer Pfeffer; reif auch Tabak und Honig
Wächst am besten auf kargen Urgesteinsböden an der Donau. Lebendige Säure, sehr lagerfähig.
Riecht und schmeckt nach: Pfirsich, Marille, Limette; gereift ein Hauch Petrol
Mit dem Riesling nicht verwandt. Frisch und leicht in der Steiermark und im Weinviertel, im Burgenland Grundlage großer Süßweine und vieler Sekte.
Riecht und schmeckt nach: grüner Apfel, Zitrone, Heu
Zurückhaltend und fein, mit milder Säure. Gewinnt mit einigen Jahren Reife.
Riecht und schmeckt nach: Birne, Mandel, Nuss, Brot
In der Steiermark heißt er Morillon. Im Stahltank frisch und klar, im kleinen Holzfass cremig und kräftig.
Riecht und schmeckt nach: Apfel, Melone, exotische Früchte; im Holz Butter, Vanille, Haselnuss
Die Leitsorte der Südsteiermark. Sehr aromatisch und am Duft leicht zu erkennen.
Riecht und schmeckt nach: Stachelbeere, Holunderblüte, grüner Paprika, frisch gemähtes Gras, Cassis
Leicht, trocken und duftig – ein klassischer Aperitifwein, vor allem aus der Steiermark.
Riecht und schmeckt nach: Muskatnuss, Holunderblüte, Zitrus, frische Trauben
Sehr alte Sorte mit intensivem Duft und wenig Säure. Spezialität im Vulkanland Steiermark (Klöch).
Riecht und schmeckt nach: Rose, Litschi, Gewürze
Zwei Sorten, die es fast nur in der Thermenregion gibt. Kräftige, würzige Weine mit Schmelz.
Riecht und schmeckt nach: reife Birne, Quitte, Marille, Mandel
Die häufigste rote Sorte Österreichs, 1922 in Klosterneuburg aus Blaufränkisch und St. Laurent gekreuzt. Saftig und unkompliziert.
Riecht und schmeckt nach: Kirsche, Weichsel, etwas Zimt
Die große Rotweinsorte des Burgenlands. Dunkel, würzig, mit fester Säure und kräftigem Tannin; sehr lagerfähig.
Riecht und schmeckt nach: Brombeere, Heidelbeere, Kirsche, schwarzer Pfeffer
Aus der Burgunderfamilie, im Weingarten anspruchsvoll. Samtige, dunkle Weine, vor allem aus der Thermenregion und dem Nordburgenland.
Riecht und schmeckt nach: Weichsel, Zwetschke, dunkle Schokolade
Hell in der Farbe, fein und elegant. Braucht kühle Nächte und viel Sorgfalt.
Riecht und schmeckt nach: Erdbeere, Himbeere, Kirsche; gereift Waldboden und Pilze
Die Schilchertraube der Weststeiermark. Ergibt einen zwiebelschalenfarbenen bis kräftig rosa Rosé mit markanter Säure.
Riecht und schmeckt nach: Erdbeere, rote Johannisbeere, Brennnessel
Internationale Sorten, in Österreich meist als Partner in einer Cuvée mit Zweigelt oder Blaufränkisch.
Riecht und schmeckt nach: Cassis und Paprika (Cabernet), Pflaume (Merlot), schwarzer Pfeffer (Syrah)
Die meisten Eindrücke beim Wein kommen aus der Nase. Das Aromarad ordnet sie in Gruppen: innen die Familie, außen die einzelnen Düfte. Tippe auf eine Gruppe – dann siehst du, auf welche Rebsorten sie hindeutet.
Zitrone · Grapefruit · Limette
Steht für Frische und lebendige Säure, typisch für junge Weißweine aus kühlen Lagen.
Deutet auf: Riesling, Welschriesling, junger Grüner Veltliner
Apfel · Birne · Quitte
Grüner Apfel zeigt einen jungen, knackigen Wein; gelber Apfel und Quitte mehr Reife.
Deutet auf: Grüner Veltliner, Weißburgunder, Welschriesling
Marille · Pfirsich · Nektarine
Das klassische Aroma der Wachauer Rieslinge – saftig und reif.
Deutet auf: Riesling, reifer Grüner Veltliner, Rotgipfler
Ananas · Mango · Litschi
Entsteht bei hoher Reife und in warmen Jahren. Litschi ist das Erkennungszeichen des Traminers.
Deutet auf: Chardonnay, Traminer, reifer Sauvignon Blanc
Erdbeere · Himbeere · Kirsche
Typisch für leichtere, helle Rotweine und für Rosé.
Deutet auf: Pinot Noir, Zweigelt, Rosé, Schilcher
Brombeere · Heidelbeere · Cassis
Zeigt kräftige, dunkle Rotweine mit viel Extrakt.
Deutet auf: Blaufränkisch, St. Laurent, Cabernet Sauvignon, Syrah
Holunderblüte · Rose · Akazie
Die „Bukettsorten“ erkennt man schon, bevor das Glas an der Nase ist.
Deutet auf: Gelber Muskateller, Traminer, Sauvignon Blanc
Gras · Paprika · Stachelbeere
Grüne Noten kommen von kühlem Klima oder früher Lese. Beim Sauvignon erwünscht, beim Rotwein oft ein Zeichen für wenig Reife.
Deutet auf: Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon, Grüner Veltliner
weißer Pfeffer · schwarzer Pfeffer · Muskat
Das „Pfefferl“ des Grünen Veltliners ist eine der bekanntesten Sortennoten überhaupt.
Deutet auf: Grüner Veltliner, Syrah, Blaufränkisch, Muskateller
Vanille · Toast · Butter
Kommt nicht von der Traube, sondern aus dem Keller: vom Holzfass, vom Hefelager und vom Säureabbau.
Deutet auf: Im Barrique gereifte Weine: Chardonnay, kräftige Rotweine
Honig · Nuss · Petrol
Entwickelt sich mit den Jahren in der Flasche. Honig und Dörrobst zeigen auch Süßweine aus edelfaulen Trauben.
Deutet auf: Gereifter Riesling, Süßweine, Weißburgunder, Neuburger
Feuerstein · nasser Stein · Waldboden
Oft „mineralisch“ genannt. Ein Eindruck von Kargheit und Salzigkeit, der schwer zu beschreiben und leicht zu mögen ist.
Deutet auf: Riesling vom Urgestein, steirischer Sauvignon Blanc, gereifter Pinot Noir
Ein einzelner Duft beweist noch keine Rebsorte. Erst die Kombination – etwa Stachelbeere, Holunderblüte und Gras – führt zum Sauvignon Blanc.
Süße: Nimmt man zuerst wahr, vorne auf der Zunge. Auch ein trockener Wein kann durch reife Frucht und Alkohol süßlich wirken.
Säure: Macht den Wein frisch und lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen. Zu wenig Säure wirkt flach, zu viel spitz.
Tannin: Gerbstoff aus Schalen, Kernen und Holz. Er macht den Mund trocken und pelzig – wie starker Schwarztee. Gibt Rotwein Struktur und Haltbarkeit.
Körper: Das Gewicht im Mund: von leicht wie Magermilch bis voll wie Schlagobers. Alkohol und Extrakt bestimmen ihn.
Abgang: Wie lange der Geschmack nach dem Schlucken bleibt. Ein langer Abgang ist ein Zeichen für Qualität.
Kork: Riecht muffig nach nassem Karton oder feuchtem Keller. Der Wein ist nicht mehr zu retten.
Oxidation: Bräunliche Farbe, Geruch nach Sherry oder braunem Apfel: Der Wein hat zu viel Luft bekommen.
Böckser: Riecht nach faulen Eiern oder Zündholz. Verfliegt oft, wenn man den Wein kräftig schwenkt oder dekantiert.
Essigstich: Stechender Geruch nach Essig oder Nagellackentferner.
Das Glas schräg vor einen weißen Hintergrund halten.
Erst ruhig riechen, dann das Glas schwenken und noch einmal riechen.
Einen Schluck im Mund verteilen, etwas Luft dazuziehen und nachspüren.
Österreich hat rund 44.000 Hektar Weingärten, fast alle im Osten des Landes. Vier Bundesländer bilden die großen Weinbaugebiete: Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Wien. Das Klima verbindet warme, trockene Sommer aus dem pannonischen Raum mit kühlen Nächten – daher die Frische und das klare Aroma der Weine.
Das größte Weinland Österreichs mit acht Weinbaugebieten entlang der Donau und nördlich und südlich von Wien. Heimat des Grünen Veltliners und der großen Rieslinge.
Enges Donautal zwischen Melk und Krems, UNESCO-Welterbe. Steile Steinterrassen auf Urgestein bringen weltberühmte Rieslinge und Grüne Veltliner. Die Kategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd gibt es nur hier.
Rund um die alte Weinstadt Krems. Urgestein im Westen, mächtige Lössterrassen im Osten – entsprechend straffe Rieslinge und füllige Veltliner.
Um Langenlois, die größte Weinbaugemeinde Österreichs. Bekannteste Lage ist der Heiligenstein mit seinem Wüstensandstein, ein Ausnahmeboden für Riesling.
Eines der kleinsten Gebiete, südlich der Donau. Kalkreiche Böden geben den Veltlinern und Rieslingen eine feste, würzige Art.
Ein langgezogener Lössrücken nördlich der Donau. Würzige Grüne Veltliner und die Spezialität Roter Veltliner.
Mit rund 14.000 Hektar das mit Abstand größte Gebiet. Hier entstand 2003 der erste DAC-Wein: der pfeffrige Weinviertel DAC aus Grünem Veltliner. Typisch sind die Kellergassen.
Zwischen Wien und der slowakischen Grenze, südlich der Donau. Rotweinland mit Zweigelt und Blaufränkisch, der am Spitzerberg besonders fein gerät.
Südlich von Wien am Rand des Wienerwalds. Um Gumpoldskirchen die Raritäten Zierfandler und Rotgipfler, weiter südlich St. Laurent und Pinot Noir.
Das wärmste Weinland, geprägt vom pannonischen Klima und vom Neusiedler See. Hier wachsen die kräftigsten Rotweine und die großen Süßweine Österreichs.
Am Ostufer des Sees. Zweigelt ist die Hauptsorte; im Seewinkel sorgt der Herbstnebel für Edelfäule und damit für Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen von Weltrang.
Am Westufer, an den Hängen des Leithagebirges. Kalk und Schiefer bringen mineralische Weißweine und straffen Blaufränkisch. In Rust entsteht der Ruster Ausbruch.
Das kleinste Gebiet des Burgenlands am Fuß des Rosaliengebirges. Bekannt für Blaufränkisch, Zweigelt und Rosé.
Das „Blaufränkischland“. Schwere Lehmböden um Deutschkreutz, Horitschon und Neckenmarkt ergeben dichte, dunkle Weine.
Im Südburgenland. Eisenhaltige Schieferböden geben dem Blaufränkisch eine kühle, würzige Note. Eine Kuriosität ist der Uhudler aus alten Direktträgerreben.
Steile Hänge, viel Regen und kühle Nächte: Die Steiermark ist das Land der duftigen, frischen Weißweine. Viele Weingärten sind so steil, dass nur Handarbeit möglich ist.
Hügelland an der slowenischen Grenze um Gamlitz, Leutschach und Kitzeck. Sauvignon Blanc von internationalem Rang, dazu Muskateller, Morillon und Welschriesling.
Im Südosten, auf den Böden erloschener Vulkane. Würzige Weißweine; Klöch ist für seinen Traminer bekannt.
Klein und eigenständig: Heimat des Schilchers, eines Rosés aus dem Blauen Wildbacher mit kräftiger Säure.
Die einzige Weltstadt mit nennenswertem Weinbau innerhalb der Stadtgrenzen. Die Weingärten liegen am Nussberg, am Bisamberg und in Mauer.
Mindestens drei weiße Rebsorten wachsen gemeinsam in einem Weingarten und werden gemeinsam gelesen und vergoren. Seit 2013 DAC – und das Herz der Wiener Heurigenkultur.
Auch in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg wird wieder Wein angebaut. Zusammen bilden sie die Weinbauregion Bergland mit einigen hundert Hektar.
Europa ist die Heimat des Weinbaus, wie wir ihn kennen. Spanien, Frankreich und Italien haben zusammen fast die Hälfte der Rebfläche der Welt.
Das Maß vieler Dinge im Wein. Bordeaux steht für Cuvées aus Cabernet Sauvignon und Merlot, Burgund für Pinot Noir und Chardonnay aus genau abgegrenzten Lagen, die Champagne für Schaumwein aus Flaschengärung. Dazu die Rhône (Syrah, Grenache), die Loire (Sauvignon Blanc, Chenin Blanc) und das Elsass (Riesling, Gewürztraminer).
Bekannt für: Bordeaux · Burgund · Champagne · Rhône
Weinbau von den Alpen bis Sizilien, mit hunderten einheimischen Rebsorten. Im Piemont entstehen Barolo und Barbaresco aus Nebbiolo, in der Toskana Chianti und Brunello aus Sangiovese, in Venetien Prosecco und Amarone. Südtirol ist für klare Weißweine bekannt.
Bekannt für: Barolo · Chianti · Prosecco · Amarone
Das Land mit der größten Rebfläche der Welt. Rioja und Ribera del Duero stehen für Tempranillo, oft lange im Fass gereift. Aus Galicien kommt der frische Albariño, aus Katalonien der Cava, aus Andalusien der Sherry.
Bekannt für: Rioja · Ribera del Duero · Cava · Sherry
Rieslingland mit 13 Anbaugebieten. An Mosel, Rhein und Nahe wachsen feine, oft restsüße Rieslinge auf steilen Schieferhängen. Baden, die Pfalz und die Ahr sind für Spätburgunder (Pinot Noir) bekannt, Franken für Silvaner im Bocksbeutel.
Bekannt für: Mosel · Rheingau · Pfalz · Baden
Viele eigene Rebsorten und zwei berühmte aufgespritete Weine: Portwein aus dem Douro-Tal und Madeira. Dazu der leichte Vinho Verde aus dem Norden und kräftige Rotweine aus dem Alentejo.
Bekannt für: Portwein · Vinho Verde · Douro · Madeira
Tokaj mit seinem Süßwein Tokaji Aszú aus Furmint zählt zu den ältesten geschützten Herkünften der Welt. Rund um Sopron wächst – wie im angrenzenden Burgenland – Blaufränkisch, der hier Kékfrankos heißt.
Bekannt für: Tokaj · Eger · Villány · Sopron
Die Schweiz trinkt ihren Chasselas aus dem Wallis und der Waadt großteils selbst. Slowenien teilt mit der Steiermark Hügel und Rebsorten. Griechenland hat eigenständige Sorten wie Assyrtiko von der Vulkaninsel Santorin.
Bekannt für: Chasselas · Štajerska · Assyrtiko
Gilt als Wiege des Weinbaus: Funde belegen Wein vor rund 8.000 Jahren. Bis heute wird Wein hier in Qvevri vergoren, großen in der Erde vergrabenen Tonamphoren – das Vorbild vieler Orange-Weine.
Bekannt für: Qvevri · Saperavi · Rkatsiteli
Außerhalb Europas, in der „Neuen Welt“, steht meist die Rebsorte groß am Etikett und nicht die Herkunft. Viele Gebiete sind wärmer und sonniger; die Weine sind oft fruchtbetont und kräftig.
Rund vier Fünftel des amerikanischen Weins kommen aus Kalifornien. Das Napa Valley ist für Cabernet Sauvignon berühmt, Sonoma für Chardonnay und Pinot Noir, dazu die kalifornische Spezialität Zinfandel. Oregon macht feinen Pinot Noir, Washington kräftige Rotweine.
Bekannt für: Napa Valley · Sonoma · Oregon
Weingärten am Fuß der Anden, viele auf über 1.000 Metern Seehöhe. Die Leitsorte Malbec, ursprünglich aus Südwestfrankreich, ergibt in Mendoza dunkle, samtige Rotweine. Aus dem Norden kommt der duftige weiße Torrontés.
Bekannt für: Mendoza · Malbec · Torrontés
Ein schmaler Streifen zwischen Pazifik und Anden mit sehr verlässlichem Klima. Cabernet Sauvignon aus dem Maipo-Tal, frische Weißweine aus Casablanca und die in Europa fast verschwundene Sorte Carmenère.
Bekannt für: Maipo · Casablanca · Carmenère
Weinbau seit dem 17. Jahrhundert rund um Kapstadt. Chenin Blanc ist die wichtigste weiße Sorte, Pinotage – eine Kreuzung aus Pinot Noir und Cinsault – die eigene rote. Zentrum ist Stellenbosch.
Bekannt für: Stellenbosch · Chenin Blanc · Pinotage
Shiraz (Syrah) aus dem Barossa Valley ist das Aushängeschild: dunkel, würzig, kraftvoll. Aus kühleren Gegenden wie dem Clare Valley und Tasmanien kommen trockener Riesling und Schaumwein, aus Margaret River Cabernet und Chardonnay.
Bekannt für: Barossa · Margaret River · Shiraz
Kühles Klima und viel Sonne. Der Sauvignon Blanc aus Marlborough mit seinem intensiven Duft nach Stachelbeere und Maracuja hat die Sorte weltweit bekannt gemacht. Central Otago ist für Pinot Noir angesehen.
Bekannt für: Marlborough · Central Otago
Kanada ist der größte Erzeuger von Eiswein, vor allem auf der Niagara-Halbinsel. China zählt inzwischen zu den Ländern mit der größten Rebfläche; Gebiete wie Ningxia machen mit Rotweinen auf sich aufmerksam.
Bekannt für: Niagara · Eiswein · Ningxia